Wandern

Beim Wandern kann man viel erleben / LaPalma März 2003
Beim Wandern kann man viel erleben  
LaPalma März 2003  

In Kombination mit dem Autofahren ist das Wandern ein sehr guter Ausgleich. Das merkt man vor allem im Urlaub, wenn man nicht nur relaxen und dabei viel sehen, sondern das Gesehene auch aktiv erleben will. Zuhause bin ich selbst eher ein Wandermuffel, denn da ziehe ich eigentlich immer das Rad vor, außer natürlich, wenn man mit den Kindern durch die Gegend streift. Im Urlaub aber wird fast ständig gewandert. Denn mit einem Leihwagen kann man zwar recht schnell viel vom Urlaubsort sehen, doch von den weniger gut erreichbaren Gebirgs- oder

Waldgebieten bekommt man nichts mit. Also wird das Auto in der Regel stehen gelassen oder mit dem Bus zu einem vorher festgelegten Ort gefahren, ehe es dann zu Fuß weitergeht. Es ist immer wieder faszinierend, was man dann so alles zu sehen bekommt - stillgelegte wunderschöne Wasserwege, verlassene Bergstraßen oder einsame Wasserfälle - eben Romantik pur. Dabei muß man sich meist gar nicht so weit von den eingefahrenen Wegen entfernen, um ganz anderen Landschaften oder Einheimischen, wie sie wirklich sind, zu begegnen.

Jeder fängt mal klein an

Im Urlaub auf Madeira 2002 und auf den Kapverden 2005 wurden dabei alle Rekorde gebrochen: innerhalb von nicht ganz zwei Wochen wanderte ich damals zusammen mit Lilia mehr als 200 bzw. 150 km kreuz und quer über die besagten Inseln. Einmal gerieten wir dabei soweit ins Inselinnere, daß wir nicht mehr zum Hotel zurück konnten, sondern mitten auf der Insel in ein zweites Hotel einchecken mußten. Allerdings sind Madeira und die Kapverden ohnehin Reiseziele, bei denen man besser zu Fuß ist, denn auf Madeira sind 90% der Levadas (künstliche angelegte Wasserpfade) abseits jeglicher Straßen und auf den Kapverden gab es oft nicht einmal richtige Straßen, von Leihwagen ganz zu schweigen.

Am reizvollsten, weil am herausfordernsten, sind Wanderungen in die Berge. Dabei schreckten mich auch Strecken bis in Höhen weit über 2.000 Meter nicht ab. Ist man nämlich erst einmal ganz oben, dann ist man unglaublich stolz und zufrieden. Allein für diesen Zweck schleppte ich oft eine extra Flasche Wein oder Sekt mit, um sie auf dem Gipfel verdienterweise zu "köpfen".

Nachtrag Mai 2009: Nach langer langer Zeit unternahm ich in der Eifel im Mai 2009, zusammen mit Heinz und Matthias, wieder eine Wanderung, die diesen Namen verdiente. Prompt machten meine Füße nicht mehr mit. Die Blasen aber, die waren auch nach vier Jahren schnell wieder da. Ich vergaß, daß auch Wandern eine Herausforderung sein konnte und mußte die Tour vorzeitig abbrechen. Für den nächsten Versuch aber, das sei versprochen, gelobe ich Besserung...