Die eigentliche Idee

Die eigentliche Idee


Schon als sich abzeichnete, daß ich trotz einer Vielzahl von Bewerbungen in die Arbeitslosigkeit abrutschen würde, änderte ich meine Prioritäten: von nun an war meine eigene Fort- und Weiterbildung wichtiger als das Verbringen von bis zu 40 Stunden wöchentlich bei Jobsuche und Bewerbungen, zumal ich damit (deutschlandweit!) erfolglos blieb. Oder passend zum politischen Schlagwort der jüngsten Tage: "Fortbildung geht vor Rente"...

In diesem Zusammenhang traf ich den endgültigen Entschluß, mir nun endlich Internetkenntnisse zuzulegen. Dabei war nicht der Wunsch nach einer eigenen Website vordergründig, sondern erst einmal die Absicht, überhaupt einen Einstieg hinzukriegen. So begann ich ganz simpel mit grundlegenden Dingen wie der Geschichte des Internets, der Bedeutung von Protokollen und Webadressen, der Rolle von Server und Client und so weiter. Außerdem war es mir wichtig, das "Puzzle" zu lösen, welche Rolle Programmier- und Auszeichungssprachen dabei spielten. Vorher hatte ich eigentlich gar keine Ahnung, wie z.B. HTML strukturiert ist (DHTML,CSS), welche Rolle Javascript im Internet spielt oder was der Unterschied zwischen Java-Applets und dem "vollwertigen" Java ist. Es galt Licht in den Dschungel der Fachmaterie zu bringen, von denen man bestenfalls Abkürzungen wie CGI, XML oder JSP vor allem bei der Jobsuche mitbekam, ohne deren Zusammenhang wirklich verstanden zu haben.

Gleichzeitig wollte ich es mir so leicht wie möglich machen und buchte erst einmal einen Kurs für HTML bei der VHS Köln und einen Javascript-Kurs beim BAYER-Weiterbildungszentrum. Aber Pustekuchen! Beide Kurse wurden wegen fehlender Teilnehmerzahl (Sommerloch!!!) abgesagt und die nächsten standen erst Monate später an. Aufgrund der ständigen Gefahr, die einem Arbeitslosen von Punkt Eins (siehe oben) drohen kann, nahm ich es selbst in die Hand und sparte nicht nur erheblich viel Geld, sondern auch eine Menge Zeit dabei. Bei der Recherche nach passenden Unterlagen für ein Selbststudium der ja nicht ganz so schweren HTML-Materie blieb ich letztendlich bei einer Website hängen, die meines Erachtens nach das Beste ist, was man im deutschsprachigen Raum im Internet finden kann. Zudem ist es vollkommen kostenlos, was beweist, daß Qualität; nicht immer käuflich sein muß. SELFHTML vom Autor Stefan Münz ist echt empfehlenswert und so leicht verständlich geschrieben, daß sich selbst ein kurzer Besuch lohnt.